Wege in die Konzentrationsidylle

Jan 27 / Ingrid

Ich verstehe Schreibretreats als systematischen Baustein in der akademischen Weiterbildung. Universitäten, die Schreibretreats für ihre Wissenschaftler*innen ermöglichen, investieren in die Qualität der Forschung, in die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden und in eine Kultur, die ihre Arbeit wertschätzt. Diese Investition ist wichtig, und sie sollten sie richtig machen.

Die kleinen Siege

Eine konzentrierte Stunde zwischen zwei Meetings. Ein Absatz, der trotz 83 ungelesener E-Mails entsteht. Eine argumentative Schlussfolgerung, die sich formt, kurz bevor das Seminar beginnt. Das sind die kleinen Siege des akademischen Alltags!

Und natürlich: Es ist eine unverzichtbare Kompetenz, auch unter nicht optimalen Bedingungen immer wieder die Konzentration zu finden.
Aber für viele Wissenschaftler*innen fühlt es sich oft wie ein Kampf an, den vielen Anforderungen gerecht zu werden, ohne das Kerngeschäft, nämlich Beiträge zu ihrem Fachdiskurs zu liefern, zu vernachlässigen. Daher gibt es erfreulicherweise wirklich immer mehr akademische Schreibretreat-Angebote. Sie sind zu einem festen Baustein der akademischen Weiterbildung geworden, insbesondere für Professor*innen und Post-Docs. 

Der Unterschied zwischen Alltag und Idylle

Natürlich brauchen alle die Fähigkeit, unter widrigen Bedingungen produktiv zu sein. Doch Wissenschaftler*innen brauchen dazu auch Phasen, in denen sie nicht ankämpfen müssen gegen Unterbrechungen, Störungen und Anforderungen seitens der eigenen Institution oder durch private Verpflichtungen.
Phasen, in denen sie erleben können, wie es sich anfühlt, wenn nur ihre eine Sache dran ist und sonst nichts. Wenn für Mahlzeiten gesorgt ist und auch daran erinnert wird, mal eine Pause zu machen und sich zu bewegen, um nicht im kompletten Arbeitsexzess zu enden. Denn Erfahrungen von Konzentrationsidylle – also wirklich besten Umständen, um in den Flow zu kommen – sorgen nicht nur für Output, sie erneuern oft die Begeisterung für die eigene Forschung und den eigenen Beruf.

Und ein gelungenes Retreat führt nicht nur zu außerordentlicher Produktivität in der Retreat-Zeit selbst. Es verändert auch die Konzentrationspraxis im Alltag danach. Wer einmal erlebt hat, wie sich ungeteilte Aufmerksamkeit anfühlt, kann diese Qualität auch in kurzen Sessions im Alltag besser abrufen.


Wie bekomme ich mein Schreibretreat?

Es gibt mehrere Wege in wirkliche Konzentrationsidylle, und ich teile in meiner Workshop-Session alle Zutaten dafür und all meine Erfahrungswerte dazu. Ich schlüssele alle Elemente des Schreibaschram-Konzepts auf, meinem Schreibretreat, das es bereits seit über 10 Jahren gibt, und beantworte Fragen wie:

• Was braucht es für ein wirklich gelungenes Schreibretreat?
• Was sind Fallstricke?
• Wie etabliere ich ein Schreibretreat an meiner Universität?
• Wie geht es ohne Coach und Facilitator?
• Wie kann ich mit Peers oder meinem Team Auszeiten realisieren?
• Worauf ist bei der Anleitung von Retreats zu achten?
• Welche Gruppendynamiken gibt es?
• Wie ist das mit der Finanzierung der Teilnahme an einem Schreibretreat-Angebot?

… sowie alle Fragen, die ihr am 20. Februar mitbringt.

THE WRITING ACADEMIC

Es gibt eine gute Nachricht: was manchmal ganz und gar unmöglich erscheint, nämlich produktiv zu schreiben —  trotz Wissenschaftsalltag — das geht. Es geht wirklich. Aber: Es geht nicht von allein. Und es geht auch nicht so gut allein. Hier schreiben Schreibcoaches zu Themen rund um eine neue Wissenschaftskultur, dem Thema Online-Coworking und nachhaltigen Produktivitätsroutinen. 

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Es gibt eine gute Nachricht: was manchmal ganz und gar unmöglich erscheint, nämlich produktiv zu schreiben — trotz Wissenschaftsalltag — das geht. Es geht wirklich. Aber: Es geht nicht von allein. Und es geht auch nicht so gut allein. In akademischen Kontexten gibt es leider selten ein wirklich empowerndes Miteinander. Ja, das haben wir selbst schon mitbekommen und am eigenen Leib erfahren. Sich während Habilitation oder Promotion als Einzelkämpfer:in zu fühlen, ist alles andere als bekömmlich und noch weniger förderlich.

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